1 Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen

Inhalt und Kompetenzen:

Im Modul 108 Grundlagen des Lernens werden verschiedene Lern- und Motivationstheorien, sowie das Grundkonzept des selbstgesteuerten Lernens vorgestellt. Dabei wird immer auch darauf eingegangen, wie wesentliche Erkenntnisse aus den Theorien und Modellen für den Unterricht genutzt werden können.

  • Theoretische Grundlagen und Begriffsklärung
  • Prinzipien des Lernens
  • Lernstörungen - Lernschwierigkeiten
  • Lernstrategien - Lernstile - Lerntypen
  • Motivation
  • Selbstregulierendes Lernen
  • (Heil-) Pädagogisches Praxisprojekt (PP)

Die Studierenden setzen sich mit den Grundlagen des Lernens auseinander. Sie erarbeiten sich ein Denk- und Handlungsmodell und überprüfen dies in der Praxis. Sie setzen sich mit den Lernvoraussetzungen und Einflussfaktoren für das Lernen auseinander.

Schlüsselwörter:

Lernen – Lernschwierigkeiten – Lernstrategien – Selbstreguliertes Lernen

Literatur und Quellen:

Bürgi, V., Caduff, C. & Pfiffner, M. (2018). Lernen. Didaktische Hausapotheke. Band 11. (1. Aufl.). Zürich: Hep Verlag.

Inhalt und Kompetenzen:

Das Modul 109 geht Emotionen, Motiven und Motivation von Beteiligten im System Schule nach. Im Zentrum stehen Schüler*innen, aber auch die Befindlichkeit und das Erleben von Schulischen Heilpädagog*innen, Eltern und Klassenlehrpersonen werden besprochen. Besonders wichtig sind die „Emotionalisierung“ von Lernsituationen und die damit verbundene Motivation.

  • An folgenden Zielsetzungen (Lernzielen und Kompetenzen) wird gearbeitet. Die Studierenden…
  • können den Begriff „Emotion“ definieren und kennen Emotionstheorien;
  • können die Begriffe „Motiv“ und „Motivation“ definieren und kennen Motivationstheorien;
  • erkennen den Stellenwert von Emotionen und Motivation für das Wohlbefinden und die Leistungen von Kindern und Jugendlichen;

kennen Werkzeuge zum Erkennen und Massnahmen zur Prävention und zur Intervention bei emotionalen und motivationalen Störungen von SchülerInnen und können sie gegebenenfalls anwenden.

Schlüsselwörter:

Emotionen, Motive und Motivation im Schulunterricht, Wohlbefinden von Schüler*innen, motivationale und emotionale Störungen

Literatur und Quellen:

Ehlert, U., Ermini, L. & Erni, K. (2008). Emotionen – Motivation. Lehrbrief Universitäre Fernstudien Schweiz. Brig: Studienzentrum.

Roth, G. (2011). Bildung braucht Persönlichkeit. Wie lernen gelingt. Stuttgart: Klett-Cotta.

Inhalt und Kompetenzen:

Das Modul 114 befasst sich mit einer Reihe komplexen Problemstellungen, die besondere (heil-)pädagogische Kompetenzen für einen erfolgreichen Umgang mit den Kindern und Jugendlichen erfordern, die durch diese Phänomene beeinträchtigt sind. Es geht um Kör-perliche Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen wie funktionaler Störungen (Epilepsie...), Wahrnehmungsstörungen (Hörprobleme, Sehschwierigkeiten etc.), Spezifische Gewohnhei-ten im körperlichen Bereich, Linkshändigkeit, motorische und Bewegungsstörungen. Es werden Kenntnisse vermitteln zu den Phänomenen geistige Behinderung, Down-Syndrom, Autismus und Mehrfachbehinderungen und Kompetenzen aufgebaut für den spezifischen Umgang im heilpädagogischen Alltag. Im Fokus sind pädagogische Überlegungen wie hand-lungsbezogener Unterricht, Selbstwirksamkeit, Übergangsgestaltung von der Schule zu Ausbildung und Beruf, u.a.

Schlüsselwörter:

Körperliche Auffälligkeiten und Beeinträchtigungen, geistige Behinderung, Down-Syndrom, Autismus, Mehrfachbehinderungen

Literatur und Quellen:

Fischer, E.. (2008): Bildung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Bad Heilbrunn

Nussbeck, S.(2008). Der Personenkreis der Menschen mit geistiger Behinderung, in: Nussbeck S. u.a. (Hrsg.) (2008): Sonderpädagogik der geistigen Entwicklung. Bern, Hogrefe

Sass, H. et al. (Hrsg.) (2003): Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen - DSM-IV-TR. Göttingen: Hogrefe Verlag

Wilken, E. (Hrsg.) (2010): Unterstützte Kommunikation. 3. Auflage, Kohlhammer-Verlag

Zimpel, A. (2010): Zur Neuropsychologie des abstrakten Denkens unter den Bedingungen einer Trisomie 21. In: Leben mit Down-Syndrom, 63, S. 28-35

Zimpel, A. (2016): Trisomie 21 – Was wir von Menschen mit Down-Syndrom lernen können. Vandenhoeck & Ruprecht